Das Problem ist nicht die Menge, sondern die Intensität
Antalyas Jahresniederschlag ist höher als der vieler nordeuropäischer Städte; der Unterschied ist, dass er sich auf vier Monate zusammendrängt. Die Wassermenge, die in wenigen Stunden fällt, überfordert selbst eine Entwässerung, die unter normalen Bedingungen problemlos funktioniert.
Deshalb kann ein Dach, das den ganzen Sommer kein Anzeichen zeigt, beim ersten großen Novemberregen zu tropfen beginnen.
Die vier Wege, auf denen Wasser ins Haus kommt
Fast alle Wassereintritte, die wir vor Ort sehen, fallen unter eine dieser vier Überschriften:
- Verstopfte Rinnen und Fallrohre — Wasser läuft die Fassade hinunter und dringt über Fensterbänke und Stürze ein
- Terrassen- und Balkonabläufe — bei Verstopfung staut sich Wasser, steigt über die Abdichtungsebene und dringt nach unten durch
- Kaminfuß und Dachanschlüsse — die erste Stelle, an der alternde Abdichtung sichtbar wird
- Höhenunterschied im Erdgeschoss — fällt der Garten zum Haus hin ab, läuft Wasser bei Starkregen unter der Tür durch
Wann der Schaden bemerkt wird
Das Tückische am Wassereintritt ist die Verzögerung des Symptoms. Wasser, das in die Wand gelangt, kann Wochen brauchen, bis es innen als Fleck erscheint. Im leeren Haus werden daraus Monate, und wenn der Fleck sichtbar ist, sind Putz, Farbe und oft auch die Elektroinstallation betroffen.
Der Wert eines regelmäßigen Besuchs liegt darin, den Fleck im ersten Quadratzentimeter zu erwischen. Ein früh gefundenes Leck ist meist mit einer Rinnenreinigung erledigt; dasselbe Leck spät gefunden wird zur Wandöffnung und Malerarbeit.
Wohin man nach Regen schauen sollte
Gab es in der Region einen großen Wolkenbruch, sollten diese Stellen innerhalb von 24–48 Stunden kontrolliert werden:
- Deckenecken und Bereiche über Fenstern — frische Flecken oder Blasenbildung
- Ob auf Terrassen- und Balkonböden noch Wasser steht
- Bodenfeuchte in Keller- und Lagerräumen
- Staunässe und Bodenabtrag im Garten
- Neue Risse oder Ausbeulungen an der Stützmauer
