Die Reihenfolge zählt: erst Luft, dann Wasser, zuletzt Reinigung
Die erste Aufgabe beim Betreten ist nicht das Putzen, sondern alle Fenster zu öffnen und das Haus zu lüften. Eine Reinigung, bevor die schwere Luft und Feuchtigkeit des geschlossenen Hauses draußen sind, hinterlässt nasse Oberflächen und verlängert die Trocknungszeit.
Während gelüftet wird, werden Wasser und Strom eingeschaltet. So ist beim Beginn der Reinigung das Warmwasser bereit und mögliche Lecks haben sich längst gezeigt.
Wasser aufdrehen: langsam öffnen und hinhören
Den Haupthahn auf einmal ganz zu öffnen erzeugt in einer den Winter über leeren Installation eine plötzliche Drucklast. Der Hahn wird langsam geöffnet und die Installation einige Minuten in Ruhe gelassen. Ein anhaltendes Fließgeräusch bedeutet eine offen gebliebene Armatur oder ein Leck.
Danach werden alle Armaturen der Reihe nach geöffnet, um stehendes Wasser und Ablagerungen aus der Leitung zu spülen. Dass das erste Wasser trüb ist, ist normal; nach wenigen Minuten sollte es klar sein.
Die Eröffnungsliste
Die Reihenfolge, die wir vor Ort anwenden:
- Alle Fenster werden geöffnet, das Haus 30 Minuten gelüftet
- Rollläden und Klappläden werden geöffnet, der Außenbereich kontrolliert
- Der Haupthahn wird langsam geöffnet, die Installation abgehört, die Armaturen gespült
- Die Sicherungen werden eingeschaltet, der FI-Schutzschalter getestet
- Der Kühlschrank wird gereinigt und in Betrieb genommen (vor dem Befüllen 4 Stunden warten)
- Boiler/Therme werden in Betrieb genommen, der Druck kontrolliert
- Klimaanlagenfilter werden gereinigt, die Geräte getestet
- Abdeckungen werden entfernt, es wird entstaubt und gesaugt
- Bad und Küche werden desinfiziert, Abläufe freigemacht
- Betten werden bezogen, Textilien gelüftet
- Die Gartenbewässerung wird getestet
Die drei häufigsten Befunde bei der Eröffnung
In den Häusern, die wir eröffnen, begegnen uns drei Befunde am häufigsten: Geruch durch stark verstaubte Klimaanlagenfilter, Kanalgeruch aus ausgetrockneten Siphons und Kalkverstopfungen in der Tropfbewässerung. Alle drei lassen sich bei richtigem Winterfestmachen weitgehend vermeiden.
